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Eine Besucherin und eine Besucher bestaunen eine Vitrine im Prunksaal

Welches „besondere Objekt“ wollen Sie im Prunksaal sehen? Stimmen Sie jetzt ab! In dieser Runde stehen drei außergewöhnliche Objekte aus dem Literaturarchiv und der Sammlung für Plansprachen der Österreichischen Nationalbibliothek zur Auswahl. Bis 28. November 2021 läuft das Voting. Das Siegerobjekt können Sie voraussichtlich ab 23. März 2022 im Prunksaal bewundern.

Frühlingsgefühle
Liebe und Literatur

Maiglöckchen, Kirschblüte, Pollenflug: Im Frühling erwacht nicht nur die Pflanzenwelt zu neuem Leben. Liebe liegt in der Luft. Wer die Liebe sucht, findet sie aber nicht nur unter freiem Himmel, sondern auch in den Beständen des Literaturarchivs und der Sammlung für Plansprachen der Österreichischen Nationalbibliothek – und das in all ihren Facetten: Gedichte, Dramen, Briefe, Zeichnungen und vieles mehr legen Zeugnis ab von der Liebe und ihrer Bedeutung in der Literatur.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!Am 29. November geben wir das Gewinnerobjekt auf unserer Website bekannt.

Ihre Stimme zählt!

Sie haben die Wahl: Voten Sie hier für Ihren persönlichen Favoriten! 
Pro IP-Adresse kann einmal abgestimmt werden.

Objekt 1: Arthur Schnitzler: Liebelei
Manuskript, 1894

Was auf gut wienerisch ein „Gspusi“ ist und neudeutsch „Fling“ genannt wird, ist Gegenstand in Arthur Schnitzlers (1862–1931) erstem großen Bühnenerfolg: der „Liebelei“. Das Schauspiel in drei Akten, zwischen Wiener Volksstück und spätbürgerlichem Trauerspiels angelegt, erzählt die Geschichte von vier jungen Leuten und ihren Schwärmereien. Bei harmloser Verliebtheit belässt es Schnitzler allerdings nicht. Der Student Fritz wird in einem Duell von einem eifersüchtigen Ehemann erschossen. Und das Mädel Christine nimmt sich vermutlich das Leben, da sie erkennt, dass sie für den von ihr innig geliebten Fritz bloß ein „Zeitvertreib“ war. Die „Liebelei“ gehört zu den meistgespielten Dramen nicht nur im deutschsprachigen Raum und wurde bereits mehrfach verfilmt.

Objekt 2: Friederike Mayröcker: FÜR ERNST am 21.4.70
Manuskript, 1970

Eine enge Freundschaft und innige Liebesbeziehung prägte das Leben und Schreiben von Friederike Mayröcker (1924–2021) und Ernst Jandl (1925–2000). Ihren Hand- und Herzgefährten nannte Mayröcker den Dichterkollegen, mit dem sie über 40 Jahre gemeinsam verbrachte. Viele ihrer Gedichte, die auf unvergleichliche Weise von der Liebe und auch von Vergänglichkeit und Sehnsucht handeln, sind Ernst Jandl gewidmet. Die Beziehung zu ihm hat Friederike Mayröcker aber nicht nur beschrieben. In Jandls umfangreichem Nachlass findet sich auch eine Bildergeschichte. Unter dem Titel „FÜR ERNST am 21.4.70“ zeichnete Mayröcker den Ablauf eines Tages, den sie ohne den Geliebten verbringt. Die Liebesgeschichte reicht in den Alltag hinein, das Blatt macht diesen zur Poesie.

 

Objekt 3: Literatura Mondo
Magazin, November 1924

Der Arzt Kálmán Kalocsay (1891–1976), der Schauspieler Gyula Baghy (1891–1967) und der Rechtsanwalt Theodor Schwartz (1893–1968), der Vater des bekannten US-amerikanischen Investors George Soros, gründeten 1922 in Budapest die Zeitschrift Literatura Mondo, die erste Literaturzeitschrift ausschließlich in Esperanto. Das Projekt war sehr ambitioniert, der Titel der Zeitschrift „Literarische Welt“ mehrdeutig. Er bezeichnete sowohl eine Reflexion über Weltliteratur als auch die Bestrebungen, in Esperanto verfasste Weltliteratur zu veröffentlichen. Literatura Mondo erschien bis 1949. In ihr publizierten die damals namhaftesten Esperanto-SchriftstellerInnen – im Besonderen auch über Frühlingsgefühle und die Liebe.

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